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Jul 09

Burnout kommt nicht nur vom Stress! Ein Märchen?

Burnout, wenn der Mensch „ausgebrannt“ ist

Burnout kommt vom Stress, wenn man (oder Frau) einfach zu viel arbeitet und sich zu wenig Freizeit gönnt, so die gängige Meinung. Burnout, eine Störung, bei der sich der Mensch „ausgebrannt“, erschöpft und völlig am Ende, fühlt, einhergehend mit den unterschiedlichsten Symptomen wie z.B. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Problemen und vieles mehr! Burnout, eine Diagnose, die weiter zunimmt.

Achtsamkeit – der Dialog mit sich selbst, dem eigenen ICH!

Burnout kommt jedoch nicht vom Stress allein, wie auch Dr. med. Miriam Prieß, in ihrem Buch „Burnout kommt nicht nur vom Stress: Warum wir wirklich ausbrennen – und wie wir zu uns selbst zurückfinden“, schreibt, sondern weil wir den Dialog zu uns selbst verloren haben und in konfliktreichen Beziehungen zu unserem Umfeld stehen. Der Mensch lebt hierbei ein Leben, das seiner Identität nicht entspricht, er funktioniert, in der Arbeit, zu Hause und meist auch noch in der Freizeit, um den vielen Erwartungen gerecht zu werden. Er hat vergessen sich zu fragen, was er möchte, was ihm wichtig ist und vor allem wer er ist und welches Leben er leben möchte.

Ehrlich zu sich selbst sein – schwierig und schön zugleich!

Sich selbst ernst nehmen, Farbe bekennen zum eignen ICH, und wenn es für das Umfeld, Familie manchmal noch so schwierig und verletzend sein mag, ist der einzige Weg, dauerhaft gesund und in seiner vollen Kraft zu bleiben! In meinem Seminar: Burn on! Im inneren Dialog mit sich selbst und im Dialog mit anderen auf der Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation, im Juni 2015, haben sich die Teilnehmerinnen, bei IMMA e.V., Zeit genommen, für sich, für ihre Leidenschaften und Träume, und haben es nicht bereut. Denn: Gewaltfreie Kommunikation fängt bei sich selbst an, hört jedoch dort nicht auf.

Seine eigene Träume und Leidenschaften leben, nur ein Märchen?

Die Teilnehmerinnen kommen mit den verschiedensten Seminar-Methoden, wie dem Drei-Millionen-Dollar Spiel (was würdest du beruflich tun, wenn Du 3 Millionen Dollar hättest?), sich selbst auf die Spur und schreiben am Ende des Seminars ihr erstes eigenes Märchen: „Die dankbare Erdbeere!“, in dem jede Teilnehmerin ihre eigenen Erfahrungen und Träume in das selbe Märchenthema verpackt, um noch mehr mit ihrer einzigartigen, individuellen Persönlichkeit in Kontakt zu kommen, die Kraftquelle des DANKES zu nutzen und ein Leben zu leben, das ihrem eigenen Wesen entspricht. Dann: In Märchen liegen Träume und ein Stück Wahrheit, Wirklichkeit und Zukunft zugleich. Hier ein Beispiel von der Teilnehmerin Frau Schechinger:

 

Die kleine dankbare Erdbeere

Es war einmal eine kleine Erdbeere. Sie war süß, saftig, purpurrot und kugelrund – einfach die perfekte Erdbeere. Aber ihrer vollkommenen Schönheit war sie sich in keinster Weise bewusst. Stattdessen war sie zu Tode betrübt und weinte tagtäglich in sich hinein: weil sie sich selbst zu klein, unansehnlich dick, unappetitlich und so gar nicht vollkommen fühlte so wie ihre großen Brüder und Schwestern, die sie sehr bewunderte, weil diese so ganz anders, und, wie sie fand, viel schöner als sie aussahen. Da kam eine kleine Elfe des Weges und fragte die kleine Erdbeere verwundert: „ Warum weinst Du denn so bitterlich, kleine Erdbeere? Da klagte die kleine Erdbeere der Elfe ihr Leid. Diese hörte ihr aufmerksam zu und spitze ihre Elfenohren. Nachdem sich die kleine Erdbeere ausgeweint hatte, nahm die Elfe sie in die Arme und sagte ihr: Ich kann Dich sehr gut verstehen, weil mir ging es lange Zeit sehr ähnlich wie Dir mit meinen Geschwistern. Und jetzt möchte ich Dir etwas sagen: Ich finde Dich wunderschön. Für mich bist Du die vollkommene Erdbeere, weil Du bist purpurrot, kugelrund und duftest herrlich süß und saftig, genau so wie es sich, meiner Ansicht nach, für eine Erdbeere gehört. Da war die kleine Erdbeere ganz beseelt von diesen aufrichtigen und lieben Worten, und fiel der Elfe dankbar in die Arme.  

(Susanne Schechinger, Juni 2015)

Margit List, 09.07.2015